Interdisziplinäre Hilfe
für Tinnitus-Betroffene

tinnitus care setzt auf ein deutschlandweit
einzigartiges Behandlungskonzept bei Tinnitus.

Tinnitus?

Alle Fragen und Antworten zum Thema Tinnitus im Überblick

Er stört, er ist lästig, er belastet: Der Tinnitus. Das Ohrgeräusch stellt für Betroffene oft eine scheinbar unlösbare Belastung dar. Die Ursachen für das Pfeifen oder Rauschen im Ohr können seelische und körperliche Belastungen, aber auch Stress sein. Bei Stress wird das Hormon Cortisol ausgeschüttet, das zu einer schlechten Durchblutung des Innenohrs führen kann. Eine gute Durchblutung ist jedoch entscheidend für ein intaktes Gehör.  Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose, Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck können ein Auslöser für das Piepen im Ohr sein. Was viele Menschen nicht wissen: Bei 90% aller Tinnitus-Betroffenen liegt ein abnormales Audiogramm vor. Heißt also ein Hörverlust. Denn Tinnitus-Betroffen hören zwar vermeintlich zu viel, in Wirklichkeit hören sie jedoch schlecht!

(Quelle: William Sedley / Neuroscience 407 (2019) 213–228)
https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fnins.2019.00802/full

Tinnitus ( lat. tinnire: klingeln ) ist der medizinische Fachbegriff für Ohrgeräusche. Jeder Vierte Deutsche hat schon mal einen Tinnitus erlebt. Er kann sich auf vielerlei Weise bemerkbar machen und äußert sich ganz individuell. Betroffene berichten von einem Klingeln, Pfeifen, Brummen, Summen bis hin zu einem Rauschen im Ohr.

Das jeweilige Ohrgeräusch kann einseitig oder auf beiden Ohren zu hören sein, permanent oder nur zeitweise auftreten und aus einem oder mehreren Geräuschen bestehen. Unterschieden wird dabei zwischen objektiven und subjektiven Ohrgeräuschen.

Bei dem selteneren objektiven Tinnitus liegt eine physikalische Schallquelle als eine tatsächliche Geräuschquelle zugrunde. Diese kann beispielsweise von Gefäßkrankheiten oder aber von einer muskulären Verkrampfung stammen. Bei einem subjektiven Tinnitus sind die Ohrgeräusche nur vom Betroffenen selbst hörbar. Hier ist es deutlich schwerer, eine konkrete Ursache als Auslöser festzumachen. Der weitaus größte Teil der Betroffenen, nämlich mehr als 99%, hat einen subjektiven Tinnitus.

In Deutschland leiden etwa drei Millionen Menschen unter einem chronischen Tinnitus. Damit ist etwa jede 25. Person betroffen. Jährlich kommen etwa 250.000 Tinnitus-Patienten hinzu.

Tinnitus ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Begleitsymptom von unterschiedlichsten Grunderkrankungen! Im Großteil der Fälle sind die dabei auftretenden Ohrgeräusche auf eine gestörte Hörwahrnehmung, also einer Hörminderung, zurückzuführen.

Der heutige Stand der Wissenschaft geht davon aus, dass das Gehirn bei der Entstehung des Ohrgeräusches versucht, einen reduzierten akustischen Input, wie er durch eine Hörminderung entsteht, zu kompensieren und dabei die Aktivität in der zentralen Hörbahn hochreguliert. Der Hörsinn versucht quasi seine Verstärkungsleistung zu erhöhen, indem die betroffenen Areale „sensibler eingestellt“ werden. Dieses „Mehr“ an Nervenzell-Aktivität kann dann dazu führen, dass ein Tinnitus oder Ohrgeräusch wahrgenommen wird.

Bei einem Hörverlust bzw. einer Hörminderung kann das geschädigte Ohr nicht mehr alle Hörinformationen richtig in die Hörverarbeitung im Gehirn leiten. Auf Grund einer fehlenden Nutzung werden betroffene Areale des Nervenzellnetzwerks der Hörverarbeitung rückgebildet. Davon sind primär auch die Hörfilter betroffen. Diese können dann das Ohrgeräusch nicht mehr herausfiltern oder im Hintergrund der Wahrnehmung halten. Bei einem Tinnitus steht das störende Ohrgeräusch im Vordergrund. Der Betroffene kann es nicht ausblenden und nimmt es bewusst – zum Beispiel als Rauschen im Ohr – wahr. Ein Tinnitus ist daher für den Betroffenen nicht nur eine Belastung im Alltag, sondern geht oft mit einem spürbaren Hörverlust einher.

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Die Auseinandersetzung mit einem störenden Tinnitus ist ein wichtiger Schritt. Um mit den Ohrgeräuschen besser umgehen zu können. Kenntnisse über die Vorgänge im Ohr und im Gehirn sind eine wichtige Grundvoraussetzung.

Natürlich stehen wir Ihnen im tinnitus care beratend zur Seite.

Mehr zum Thema Hören und den natürlichen Hörfiltern können Sie auf www.terzo-zentrum.de nachlesen.

Eines ist sicher, die Ohrgeräusche sind nie die Krankheit selbst, sondern nur das Symptom!

Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft liegt einem subjektiven Tinnitus eine Veränderung der Hörverarbeitung zugrunde. Tinnitus ist somit ein Zeichen einer Veränderung im hörverarbeitenden System. Die Ursachen dieser Veränderung wiederum können sehr verschieden sein und müssen nicht zwingend direkt mit dem Ohrbereich zusammenhängen. So können unterschiedlichste Krankheiten sowie seelische und körperliche Belastungen Ohrgeräusche auslösen. Kurzeitiges Rauschen im Ohr kann beispielsweise auch durch eine Erkältung entstehen. Häufig steht ein zeitweiliger Tinnitus auch mit Stress in Verbindung.

Die Hauptursache für einen anhaltenden subjektiven Tinnitus besteht jedoch in einer Hörminderung, zum Beispiel aufgrund einer Schädigung am Innenohr. In der Folge können die Haarsinneszellen nicht mehr genügend akustische Reize aufnehmen und verarbeiten. Die Weiterleitung akustischer Signale über die Nervenbahnen zum Gehirn ist dadurch gestört.

Die von der Hörminderung betroffenen Nervenzellen sind folglich unterfordert und versuchen das fehlende Signal mit einem eigens erzeugten Signal zu kompensieren. Dies nehmen die Betroffenen dann als Tinnitus wahr. Natürlich haben nicht alle Menschen mit Hörverlust oder Hörminderung einen Tinnitus. Was viele jedoch nicht wissen: Bei 90% aller Tinnitus-Betroffenen liegt ein abnormales Audiogramm vor. Heißt also ein Hörverlust.

Quelle: William Sedley / Neuroscience 407 (2019) 213–228
https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fnins.2019.00802/full

Daher ist es sehr wichtig, dass Betroffene umfassend aufgeklärt und behandelt werden.

Ihre tinnitus care Ansprechpartner vor Ort

90% aller Tinnituspatienten leiden an einem (meist unerkannten) Hörverlust.  Deshalb hilft das terzo-Hörtraining (die terzo Gehörtherapie) auch bei Tinnitus. Eine neue Studie belegt die Wirksamkeit https://www.mdpi.com/2077-0383/11/7/1764

Die bei tinnitus care angebotene Gehörtherapie verbindet das terzo-Hörtraining für das Gehirn mit dem Tragen von Hörgeräten. Ziel ist dabei einerseits, den bestehenden Tinnitus zu behandeln und andererseits, das gesamte Hörerlebnis für den Betroffenen wieder zu verbessern.

Das terzo-Gehörtraining ist seit 2013 integrierter Bestandteil im Tinnitus-Zentrum des Universitätsklinikums Jena. Mehrere wissenschaftliche Studien zeigen, dass die angewandte Gehörtherapie Tinnitus-Betroffenen helfen kann, die Belastung spürbar zu reduzieren und den Tinnitus wirksam behandelt. 92% der Patientinnen und Patienten bewerteten die terzo®Gehörtherapie als “sehr hilfreich” oder “hilfreich“ (Ivansic et. al. 2017, Front. Aging Neurosci).

Sie können in jedem der deutschlandweit über 150 terzo-Zentren einen Termin zur kostenfreien Erstberatung und Hörfiltermessung machen.

Als Tinnitus Spezialist setzt tinnitus care auf hörtherapeutische Maßnahmen zur Behandlung von subjektivem Tinnitus. Orientiert an den Bedürfnissen Betroffener bietet tinnitus care mit einem systematische Hörtraining in Kombination mit Trainingshörgeräten eine wirksame Hilfe bei Tinnitus. Wir beraten Sie umfassend und unter Berücksichtigung neuster wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Wir verstehen uns dabei als integrierter Bestandteil einer interdisziplinären Zusammenarbeit weiterer Fachdisziplinen wie beispielsweise HNO-Ärzten, Kliniken und Psychologen, um Sie auf Ihrem Weg zu mehr Lebensqualität und weniger Tinnitus-Belastung zu begleiten.

Dieses fokussierte Zusammenspiel in Kombination mit der Anwendung der innovativen terzo®Gehörtherapie im tinnitus care ist deutschlandweit einzigartig.

örgeräte allein können den Tinnitus nicht abstellen. Es ist aber möglich, nach der kostenfreien Hörfiltermessung in Ihrem terzo-Zentrum Hörgeräte während 2 bis 3 Wochen täglich und dauerhaft Probe zu tragen, und gleichzeitig tägliche Übungen von etwa 45 min Dauer zu absolvieren. Das Tragen von Hörgeräten in Kombination mit dem terzo-Gehörtraining bietet einerseits die Möglichkeit, den Hörverlust auszugleichen, damit bisher nicht mehr wahrgenommene akustische Signale in die Hörverarbeitung weitergeleitet werden. Dadurch kann das Verstehen verbessert und die Höranstrengung gemildert werden.

Andererseits dient die Versorgung mit akustischen Reizen dazu, die zur Hörverarbeitung benötigten Nervenzellen mit akustischem Input zu versorgen. Die Nervenzellen können dadurch ihrer eigentlichen Aufgabe der Signalverarbeitung wieder besser nachkommen. Die Fehlfunktion der Nervenzellen, Eigengeräusche zu erzeugen, kann durch das terzo-Hörtraning weitestgehend unterdrückt werden. Der Hörfilter wird reaktiviert und gestärkt. Der Tinnitus wird wieder besser aus der Wahrnehmung gefiltert.

tinnitus care begleitet Sie als ein integrierter Bestandteil in der interdisziplinären Zusammenarbeit weiterer Fachdisziplinen, wie HNO-Ärzten, Kliniken und Psychologen, auf dem Weg zu mehr Lebensqualität und weniger Tinnitus-Belastung.

Tinnitus behandeln

In drei Wochen nachweislich zu weniger Tinnitus-Belastung und mehr Lebensqualität mit der terzo®Gehörtherapie.

tinnitus care

Das tinnitus care Konzept

tinnitus care ist ein in Deutschland bisher einzigartiges Konzept, das sich auf hörtherapeutische Maßnahmen bei Tinnitus spezialisiert hat. Tinnitus-Betroffene werden dort konform der aktuellen S3-Leitlinie „chronischer Tinnitus versorgt. Orientiert an den Bedürfnissen Betroffener wird ein systematisches Hörtraining in Kombination mit Trainingshörgeräten durchgeführt. Als integrierter Bestandteil in der interdisziplinären Zusammenarbeit weiterer Fachdisziplinen (HNO-Ärzten, Kliniken, Psychologen) begleiten wir auf dem Weg zu mehr Lebensqualität und weniger Tinnitus-Belastung.

tinnitus care Standorte

> 0
Menschen haben einen Tinnitus (in Deutschland)
> 0
neue Patienten kommen kommen jährlich dazu
> 0 %
der Menschen haben (temporär) mit Tinnitus zu kämpfen

Gehörtherapie bei Tinnitus

Tinnitus-Behandlung mit Hörgeräten und Hörtraining

Die bei tinnitus care angebotene Gehörtherapie verbindet das terzo-Hörtraining für das Gehirn mit dem Tragen von Hörgeräten. Ziel ist dabei einerseits, den bestehenden Tinnitus zu behandeln und andererseits, das gesamte Hörerlebnis für den Betroffenen wieder zu verbessern.

Die terzo®Gehörtherapie

Die terzo®Gehörtherapie ist seit 2006 fester Bestandteil der Hörgeräteversorgung in terzo-Zentrenund wurde bisher über 100.0000 mal angewendet. Seit 2013 ist sie integrierter Bestandteil des interdisziplinären Therapieangebotes für Tinnitus-Betroffene am Tinnitus-Zentrum der Universitätsklinik Jena. Eine aktuelle Studie belegt die Wirksamkeit der terzo®Gehörtherapie bei Tinnitus.

Hörgeräte gleichen den Hörverlust aus und sorgen dafür,  dass alles Gehörte wieder vollständig im Gehirn ankommt. Damit erreicht man in den meisten Fällen schon einen  positiven Effekt: Hörgeräte verstärken die Geräuschkulisse des Alltags und sie machen hörbar was bisher (wenn auch unbemerkt) nicht vollständig hörbar war. Dadurch tritt der  Tinnitus in den Hintergrund und wird weniger dominant  wahrgenommen.

terzo ist Kooperationspartner des Tinnitus-Zentrums Jena. Dort ist die terzo®Gehörtherapie seit 2013 DAS hörtherapeutische Mittel der Wahl und fester Bestandteil der teilstationären Therapie [Ivansic et al. (2017) Front. Aging Neurosci].

Dr. Juliane Dettling-Papargyris,<br><span>Dipl. Biologin, Schwerpunkt Hörforschung</span><br><span>wissenschaftliche Leitung<br>terzo-Institut</span>

Dr. Juliane Dettling-Papargyris,
Dipl. Biologin, Schwerpunkt Hörforschung
wissenschaftliche Leitung
terzo-Institut

„Die stetige klinische Begleitung und Evaluation ist ein essenzieller Bestandteil, um wissenschaftsbasierte Hörakustik möglich zu machen. Über den wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis hinaus entspricht das Vorgehen der terzo®Gehörtherapie dem aktuellen Goldstandard der Tinnitus-Behandlung gemäß der AWMF-Leitlinie für chronischen Tinnitus.“

Ablauf der Gehörtherapie zur Tinnitus- Behandlung

Der Ablauf der terzo-Gehörtherapie ist bei Tinnitus derselbe wie bei Schwerhörigkeit, da 90% aller Tinnitus-Betroffenen auch einen Hörverlust haben. Mehr zum Ablauf der terzo-Gehörtherapie finden Sie hier:

Tinnitus Selbsteinschätzung

Ermittlung des Tinnitus-Schweregrades.
Quelle: E. Biesinger, H. Iro (Hrsg.): HNO-Praxis heute. Band 25. Tinnitus. (2005)

Ihre Tinnitusbelastung kann Grad 1 zugeordnet werden.
Ihre Tinnitusbelastung kann Grad 2 zugeordnet werden.
Ihre Tinnitusbelastung kann Grad 3 zugeordnet werden.
Ihre Tinnitusbelastung kann Grad 4 zugeordnet werden.

Unsere Empfehlung:

Tinnitus-Belastung Grad 1 und Grad 2:

Lassen Sie Ihr Gehör präventiv einem tinnitus care Geschäft überprüfen. Ein noch unbemerkter Hörverlust kann die Ursache für Ihre Ohrgeräusche sein.

Tinnitus-Belastung Grad 3 und Grad 4:

Sie Sollten in einer interdisziplinären Zusammenarbeit von Hals-Nasen-Ohren Heilkunde, eventuell Psychologen und tinnitus care als Hörakustikdienstleister untersucht werden. Gerne leisten wir Ihnen Hilfestellung und unterstützen Sie dabei, Ihren Tinnitus zu behandeln und die Belastung zu reduzieren.

Mit dem online Tinnitus-Selbsttest erhalten Sie eine Einschätzung des Tinnitus-Schweregrades. Bitte beachten Sie, der Test ist stark verkürzt. Das Ergebnis bedarf einer weiteren Prüfung durch Experten. Unsere Hörakustiker, die sich auf Tinnitus spezialisiert haben, helfen Ihnen gerne bei der Auswertung Ihrer Ergebnisse.

Unsere Tinnitus Experten begleiten Sie auf Ihrem Weg zu weniger Tinnitus

Kontakt

tinnitus care bietet Tinnitus-Betroffenen und auch Schwerhörigen ein einzigartiges Konzept für mehr Lebensqualität und Ruhe. Dabei legen die Tinnitusexperten und Hörakustiker in den tinnitus care-Fachgeschäften höchsten Wert auf eine interdisziplinäre Behandlung der Betroffenen

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